Palermo, Sizilien #3

Sandfarbener Riese

Neuer Tag, neue Stadt. Los ging’s nach Palermo/Sizilien. Eine Stadt, bei der ich wirklich keine Vorstellungen hatte, was genau mich erwarten wird. Nach dem Frühstück schlenderten wir also einfach erstmal querfeldein und fingen an uns etwas zu orientieren.

Kurze Zeit später entschlossen wir uns ziemlich flott, dass wir auf eigene Faust wohl nicht weit kommen würden und entschieden uns, eine Big Bus Tour zu starten, um mehr von dem Städtchen zu Gesicht zu bekommen. Zu Fuß würde man von dieser großen Stadt einfach zu wenig sehen und außerdem schien die Sonne so unfassbar heiß, dass man nach 10 Metern Fußweg schon die Schweißperlen auf der Stirn stehen hatte und das Gefühl hatte, als hätte man den ganzen Tag noch nichts getrunken. Wir sicherten uns also oben auf dem Bus ein Plätzchen und fuhren Richtung Stadtmitte.

Während der Fahrt brutzelte uns die Sonne zwar weiterhin gewaltig auf das Köpfchen, allerdings wehte uns immerhin der einigermaßen erwischende Fahrtwind um die Nase. Im Vergleich zu Olbia erschien mir Palermo riesig. Die Farben der Häuser waren durch die Bank weg alle in sehr schlichten Erdtönen gehalten. Die einzigen Farbtupfer der Stadt waren die kleinen Grünflächen, die ab und an zwischen den langen Straßen zu finden waren. Auf den Bildern habe ich bestmöglich versucht die Farbgebung der Stadt einzufangen, da ich es faszinierend fand, wie eine Stadt doch so einheitlich, fast schon ein bisschen trist in der Farbauswahl gehalten werden kann.

Neben den sandfarbenen Häusern findet man in Palermo außerdem zahlreiche kleine Gässchen. Diese sind teilweise so schmal, dass der Ausblick von den Balkons der Wohnungen direkt auf eine Wand fällt und man mit ausgestrecktem Arm diese auch berühren könnte. Die Gässchen wirkten auf mich allerdings trotz der Enge irgendwie charmant und romantisch. Sie versprühten irgendwie einen typischen Altstadt-Flair.

Die Big Bus Tour führte uns allerdings nicht nur durch die Straßen Palermos, sondern auch vorbei an historischen Bauwerken. Unter anderem durften wir die äußerst beeindruckende Kathedrale und auch das Theater bestaunen.

Nach ca. fünf Stunden Erkundungstour entschlossen wir uns den Heimweg auf das Schiff anzutreten. Auch das ist eine Sache, die ich an Kreuzfahrten so besonders liebe. Nach einem anstrengenden Tag in einer fremden Stadt, fühlt sich das Zurückkommen auf das Schiff irgendwie wie ein ,,Nach Hause kommen’’ an. Man befindet sich wieder in seiner gewohnten Umgebung, fast jeder spricht die gewohnte Sprache und die Tageskarte bietet von Currywurst über Sushi bis hin zu Sauerkraut alles was das Herz begehrt.

Wir lernten auf dem Schiff an diesem Tag außerdem noch eine Familie kennen, die tatsächlich mit Nachnamen Palermo heißt und deren Sohn an diesem Tag in Palermo Geburtstag hatte. Irgendwie schon witzig was es doch für Zufälle gibt. Den Abend ließen wir etwas schaukelig ausklingen. Tatsächlich konnte man ab und an nicht so ganz zuordnen ob einem der Hugo nicht so ganz bekommen war oder es doch am Seegang lag. In dieser Nacht wurden wir also Wort wörtlich in den Schlaf gewogen.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend ❤

Eure Kim

Werbung durch Ortsmarkierung und Markennennung; not sponsored

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Liebes,

    ein wirklich wunderschöner Beitrag und so tolle Bilder. 🙂
    Gefällt mir richtig gut!

    Liebste Grüße
    Juli
    https://julispiration.com/

    Gefällt mir

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