Olbia, Sardinien #2

Nach der langen Anreise und den ersten schönen Eindrücken in Palma folgte am nächsten Tag erst einmal ein Seetag.

Ich bin jemand, der viel unternehmen möchte, gefangen im Körper von jemandem, der viel schlafen möchte.

– Visual Statements, Pinterest

13:30 Uhr. Das Klopfen an meiner Tür wurde immer lauter. Total durch den Wind stieg ich aus meinem gemütlichen Bett und öffnete die Tür. ,,Sag jetzt nicht, dass du so lange geschlafen hast?’’ Achja, immer diese besorgten Mütter. Naja gut, ich muss auch wirklich zugeben, dass ich manchmal schon ein kleines Schlaftier sein kann.

Nachdem ich also aus meinem ,,Winterschlaf’’ erwacht war und meinte Kräfte wieder aufgeladen hatte, machte ich mich auf dem Weg an das Pooldeck. Auf dem Weg dahin fiel mir auch direkt mein Frühstück ins Auge. Halleluja, eine Langnese-Eis-Bar! Ihr solltet wissen, dass ich generell eine Schwäche für Eis habe. Aber wir reden hier ja nicht nur von stinknormalem Eis! Nein! Wir reden hier von Softeis. Da es ja mittlerweile schon halb drei war, bestellte ich mir also bei dem netten Herrn hinter der Theke eine extra große Portion und schlenderte strahlend wie ein Honigkuchenpferdchen weiter in Richtung Sonne.

Viel gibt es über den restlichen Tag eigentlich gar nicht zu berichten. Eigentlich verlief er genauso weiter, wie er begonnen hatte. Mit viel Schlaf und noch mehr Essen. Die Auswahl an Restaurants an Bord ist echt der absolute Wahnsinn. An jeder Ecke lauert eine neue kleine Versuchung, die vernascht werden möchte. Wenn ich nicht gerade am Essen war, summte ich auf meiner Liege die Melodien von Matt Simons, Daft Punk, Nicki Minaj und Co. und lies mir wortwörtlich die Sonne auf meinen Bauch scheinen. 

Land in Sicht 

Der nächste Morgen hingegen startete da doch durchaus etwas spektakulärer. Land in Sicht! Das riesige Prachtexemplar von Schiff legte in dem wunderschönen Hafen von Olbia/Sardinien an. Genau das ist es, was ich an Kreuzfahrten so liebe. Jeden Morgen wartet eine neue Überraschung bei dem Blick aus dem Fenster. Wir zögerten also gar nicht lange und machten uns auf den Weg in Richtung Zentrum.

Vor drei Jahren machten wir bereits eine ähnliche Mittelmeertour und legten auch damals in dem kleinen Örtchen an. Direkt fiel mir auch das Restaurant ins Auge, das wir vor drei Jahren schon einmal besuchten. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man nach solch einer Zeit Plätze wiederentdeckt, an denen man schon einmal zuvor gewesen war und mit denen man Erinnerungen verbindet.

Schräg gegenüber des Restaurants an einer kleinen Haltestelle wartete auch schon eine kleine süße Tram auf uns, mit der wir uns entschlossen ein wenig die Insel zu erkunden. In den Reihen hinter uns saß ein kleiner Junge, der da allerdings so seine Bedenken hatte. ,,Was machen wir denn nur, wenn die Bahn nicht rechtzeitig zurück ist und wir unser Schiff verpassen?’’ Diese Worte zauberten mir direkt ein Lächeln ins Gesicht und machten mir wieder bewusst, warum ich kleine Kinder so zum Fressen finde. Nachdem die Eltern des kleinen Jungen ihm erklärt hatten, dass er sich keine Sorgen machen musste, dass wir das Schiff verpassen, konnte die Fahrt mit der kleinen Bimmelbahn auch schon beginnen.

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Wir erkundeten die süßen Gässchen von Olbia und holperten uns von Straße zu Straße. Die bunten Häuschen und die kleinen Gässchen versprühten ihren ganz eigenen Charme und hinterließen den Eindruck, als befänden wir uns an einem kleinen verschlafenen italienischen Örtchen. Irgendwie kam mir bei dem Anblick dieser direkt die Werbung von Miracoli in den Sinn und hörte in meinen Ohren die Stimme der Mutter ,,Frederico’’ rufen. Auf dem Rückweg zum Schiff, schlenderten wir an kleinen Marktständchen entlang, die eine riesige Auswahl an Armbändchen, bunten Tüchern und Kleidchen boten.

Den Abend auf dem Schiff ließen wir gemütlich bei einem Glas Wein ausklingen. Über die Reling gelehnt, beobachtete ich die Wellen, die gegen das Schiff prallten und hörte dem Meeresrauschen zu. Es gibt für mich kaum ein friedlicheres und beruhigendes Gefühl, als mir die frische Meeresluft um die Nase wehen zu lassen und dem Rauschen der Wellen zuzuhören. Nachdenklich, aber dankbar für die Möglichkeiten die mir geboten wurden bzw. werden, fiel ich in mein Bett, begab mich in das Land der Träume und freute mich auf die Momente, die mir noch bevorstanden. 

Habt noch einen schönen Abend ❤

Eure Kim 

Werbung durch Ortsmarkierung und Markennennung; not sponsored

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