Mut zur Individualität

Lieber etwas riskieren, als ewig zu bereuen, sich nicht getraut zu haben.

– Visual Statements, Pinterest

Beispielhafte Branchen für die der Blogpost interessant sein könnte:

  • Medien
  • Soziale Arbeit
  • Architektur

Wie bereits einige von Euch schon mitbekommen haben, habe ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit meine Bachelorarbeit abgegeben. Da stand ich nun. Ohne Aufgabe und ohne Plan wie es weitergehen soll. Das musste sich natürlich schleunigst ändern und es war klar, dass die Bewerbungsphase nun starten würde. 

Ich setzte mich also an meinen PC und durchstöberte meine alten Bewerbungsunterlagen auf der Suche nach Inspirationen für die Neuen. Während meiner Suche stolperte ich dann über meine alten Bewerbungsfotos. Naja, sie waren ja irgendwie niedlich, aber möchte ich bei meinem neuen Arbeitgeber wirklich einen jungen und niedlichen Eindruck hinterlassen? Nein, auf keinen Fall. Mit 23 Jahren und einem abgeschlossenen Bachelor-Studium sollte man doch etwas Kompetenz und Selbstsicherheit auf seinem Bewerbungsfoto ausstrahlen. So machte ich mich also schnurstracks auf den Weg in das nächste Fotostudio.

Dort angekommen wurde ich auch direkt in das Fotostudio mitgenommen und in die Standard-Bewerberfotopose positioniert. Etwas verkrampft versuchte ich meinen Kopf so zu neigen, wie die nette Dame aus dem Fotogeschäft mir das vorgab und versuchte so natürlich wie irgendwie möglich in die Kamera zu grinsen. Nach ca. zwei Minuten war auch schon alles vorbei und ich durfte meine Bilder auf dem kleinen Monitor an der Seite des Studios betrachten. Leider trat dabei meine Ernüchterung auch direkt ein. Etwas unbeholfen und verkrampft schaute ich auf den Bildern in die Kamera und der hellblaue Hintergrund füllte neben mir den Rest des Fotos. (Das soll natürlich keinerlei Kritik an der Fotografin des Studios sein. Sie hat ja lediglich ihren Job gemacht und ein klassisches Bewerberfoto geschossen, welches generell üblich ist).

Mit Ach und Krach wählte ich also das ,beste‘ Foto aus und lief zurück nach Hause. Ich musste mir eingestehen, dass ich mich mit dem Ergebnis nicht so richtig wohl und authentisch fühlte. Auf dem Weg machte ich mir dann Gedanken darüber, wie dieses Foto wohl auf meinen zukünftigen Arbeitgeber wirken würde. Nebenbei sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich in der Medienbranche tätig sein werde und mich auf eine Stelle im Marketing bewerben möchte. Meinem potenziellen Arbeitergeber würde ich also ein Foto vorlegen, auf dem er ein verkrampftes, zurückhaltendes, junges Mädchen zu Gesicht bekommt, die ein 0815 Bewerbungsbild schießen lies. Zeugt nicht unbedingt von Selbstsicherheit und Kreativität.

Oki nein Stop! Ein Plan B musste auf jeden Fall her! 😀 Nach kurzem überlegen fiel mir ein, dass zwei befreundete Fotografinnen ihre Bewerbungsbilder gegenseitig von sich schossen und ich schon damals über diese Bilder sehr begeistert war.

Meine zwei Freundinnen sind im Bereich Architektur und im Bereich Soziale Arbeit tätig. Ich denke die Branche sollte man bei der Auswahl seines Bewerbungsfotos immer dabei im Blick behalten. Die Bereiche in denen wir tätig sind, gehen alle in eine kreative, etwas lockerere Richtung. Einer Freundin, die anstrebt Rechtsanwältin zu werden, oder einer zukünftigen Bankkauffrau, würde ich diesen Ratschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt geben. Allerdings gerade in der Medienbranche ist etwas Kreativität gefragt, die man auf seinem Bewerbungsfoto direkt unter Beweis stellen und sich somit von der Konkurrenz abheben kann.

Ich setzte mich also mit den Beiden in Verbindung und ein paar Tage später trafen wir uns auch schon zum Fotografieren. Dabei achteten wir natürlich darauf, dass ein kompetenter, selbstsicherer und seriöser Eindruck entsteht und wählten die Pose dementsprechend. Sinnvoll ist es auch sich so zu positionieren, dass man sich in der Position wohlfühlt, denn nur so entsteht ein authentischer Eindruck auf dem Foto. Bei dem Outfit entschieden wir uns für einen rosafarbenen und einen schwarzen Blazer.

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Diesen Look mit dem farbigen Blazer finden wir sehr passend für kleinere kreative Agenturen, die hauptsächlich aus einem sehr jungen und modernen Team bestehen.

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Das Bewerbungsfoto mit dem schwarzen Blazer finden wir hingegen geeigneter für ein großes, gestandenes Unternehmen mit klaren Strukturen.

Ganz genau kann man das natürlich aber nicht über einen Kamm scheren. Du solltest Dir am Besten einen guten Überblick auf der Homepage über das Unternehmen verschaffen und aus Deinem Bauchgefühl heraus entscheiden, welches Bewerbungsfoto passender für die Stelle ist. Möchtest du eher einen etwas kreativeren modernen Kopf darstellen? Oder doch lieber die selbstsichere Businessfrau?

Eine perfektes Rezept zum Glück gibt es da wie gesagt nicht. Ich kann Euch nur raten:

  1. Achtet auf die Branche, in der Ihr Euch bewerben werdet und überlegt Euch, ob ein schlichtes normales Bewerbungsfoto aus einem Fotostudio ausreichend oder passend ist.
  2. Überlegt Euch gut, welchen Eindruck Ihr vermitteln möchtet.
  3. Und überlegt Euch, ob es von Vorteil ist sich durch Mut und Kreativität von der Konkurrenz abzuheben.

Wenn Ihr der Meinung seid, dass Ihr ein etwas individuelleres Bewerbungsfoto von Euch machen lassen möchtet, durchstöbert doch einfach mal das Internet auf der Suche nach Fotografen. Sicherlich wird sich einer auftreiben lassen, der mit Euch ein seriöses, aber kreativeres Foto umsetzen wird. Ich verlinke Euch am Ende des Beitrags auch mal die Fotografinnen, bei denen ich meine Bilder machen lassen habe.

P.s.: Seid allerdings vorsichtig, dass die Bilder nicht zu locker, albern oder modelmäßig rüberkommen und wählt einen neutralen Hintergrund, der zu einem Bewerberfoto passt. Eine Wand mit Graffiti oder ein bunter Strauch wären dabei wahrscheinlich nicht unbedingt die richtige Wahl. Du solltest Dir immer wieder vor Augen halten, dass es sich eben doch ,nur‘ um ein Bewerbungsfoto handelt.

Instagram der Fotografinnen: nowaksistersphotography

Werbung durch Personenverlinkung und Markennennung; not sponsored

 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Nina sagt:

    Ich finde Natürlichkeit ist das wichtigste auf Bewerbungsfotos und das zeigst du auf deinen zu 100%! Gefallen mir sehr 😊 und es gibt nichts schlimmeres als gestellte Bilder… aber ich glaube die Erfahrung hatten wir fast alle schon… 😅

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    1. itskimstin sagt:

      Ja das stimmt 😀 Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man sich wohlfühlt, denn nur so wirkt man authentisch und hat ein gutes Gefühl, wenn man seine Bewerbung abschickt 🙂

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  2. Laura Butera sagt:

    Wirklich toller Beitrag! 💕

    Wünsche dir noch eine tolle Woche!

    Alles Liebe
    Laura ❤

    http://www.buteralaura.com

    Gefällt 1 Person

    1. itskimstin sagt:

      Vielen Dank, liebe Laura! ❤ Freut mich sehr, dass Dir der Beitrag gefällt! 🙂

      Liebe Grüße
      Kim 🙂

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